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Aktuelles


Wie geht es dem Glauchauer Stadtwald?

Der Stadtwald von Glauchau umfasst eine Größe von 147 Hektar. Dies entspricht 210 Fußballfeldern. Circa 70 Prozent des Stadtwaldes sind zwischen dem Forsthaus, Niederlungwitz und St. Egidien gelegen. Zum Teil sind auch die Waldflächen an der Lungwitzer Lehne im Besitz der Stadt Glauchau. Aufgrund der extremen Borkenkäferjahre und der gewaltigen Stürme, die ab dem Jahr 2018 auftraten, musste im Kommunalwald ca. 3000 Festmeter (FM) Holz geschlagen werden. Dabei sind in diesem Bereich ca. 11 Hektar Wald verschwunden.

Was passiert nun mit den „Löchern“, den Kahlflächen, im Wald? Sie werden entweder bepflanzt oder die Natur schafft es aus „eigener Kraft“, junge Bäume hervorbringen. Welche Variante auf welcher Fläche angewendet werden muss, entscheidet die Stadt in Zusammenarbeit mit der Revierleiterin für Glauchau vom Staatsbetrieb Sachsenforst, Janina Albrecht.
In einem geschlossenen Fichtenbestand können keine Eichen oder Buchen natürlich aufkommen, denn es fehlt an Mutterbäumen in der Umgebung. Zwingend gepflanzt werden muss jedoch auf einer Kahlfläche, auf der sich alte Buchen oder Ahorn befinden, nicht. Hier haben die Bäume so viel Energie, dass sie die neue Generation selbst erschaffen. Die Böden im Bereich Glauchau bieten dafür die besten Voraussetzungen.
Normalerweise wären in dieser Region die Laubhölzer stark vertreten. Für die Zukunft sind gesunde Mischwälder mit Nadel- und Laubhölzern die Lösung gegen solche Extremereignisse, wie wir sie zuletzt hatten, also Stürme, Schädlingsbefall durch Käfer und extreme Trockenheit.
Die zuletzt aufgetretenen Schäden aus dem Winter 2020/21 wurden Anfang Februar beseitigt und haben das Ausmaß des Borkenkäfers im Jahr 2020 verdeutlicht. Was die Stürme angeht, so sind wir froh, dass es keine nennenswerten Ereignisse im Frühjahr vergangenen Jahres gab. So beliefen sich die Schadmengen auf ca. 300 FM aus diesem Winter.

Der Wald ist nun „sauber“ und bestens gewappnet für den neuen Käferflug. Dieser wird sich aufgrund der Witterung (Schnee und Frost) verzögern, aber nicht ausbleiben. Nach Schätzungen von Janina Albrecht sind erneut 1600 FM Schadholz im Jahr 2021 zu erwarten. Wenn dieses Schadholz ein geschlossener Fichtenwald wäre, würde diese Menge einer Fläche von 400 x 100 Meter Größe entsprechen.
Fichten, welche unheilbar vom Borkenkäfer besiedelt werden, müssen so schnell wie möglich gefällt und abtransportiert werden. Dabei hilft der Lagerplatz der Forstbetriebsgemeinschaft in Reinholdshain. Auf diesem liegt das Holz weit genug vom Wald weg und kann von dort ins Sägewerk gebracht werden. Denn auch die Holzindustrie hat mit den Katastrophen zu kämpfen. Gesundes Holz oder Laubholz sind Mangelware, das Käferholz ist ein Überangebot, daher sinkt der Preis je Festmeter von 90 Euro auf 35 Euro. Diese geringen Holzerträge spürt der Kommunalwald. Die Aufarbeitungskosten für das Käferholz belaufen sich auf 25 Euro je FM, doch nicht jeder Baum erzielt diesen Preis. Demzufolge ist in den vergangenen Jahren die Bewirtschaftung des Waldes zu einem Minusgeschäft geworden.

In den kommenden Jahren wird sich diese Situation nicht ändern. Pflanzungen sind teuer und die Pflege der neuen Bäume ist sehr wichtig. Die Stadt stellt sich dieser Aufgabe.

Bereits für dieses Jahr sind 3 Hektar Pflanzungen - sogenannte Aufforstungen - geplant. Hier werden Buchen, Eichen, Ahorn und Hainbuche gepflanzt und gezäunt, damit der Wald auch Wald bleibt. Die Pflanzungen erfolgen im Frühjahr und Herbst und werden im kommenden Jahr fortgeführt.



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