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Die Schlösser Forder- und Hinterglauchau

 
Die beiden, nur durch einen Wallgraben getrennten Schlösser, stellen geschichtlich und architektonisch eine Besonderheit dar.
Luftbildaufnahme Schlösser Forder- und Hinterglauchau

Das Geschlecht derer von Schönburg errichtete auf einem Vorsprung des rechten Muldentalrandes zwischen 1170 und 1180 eine Burg. So entstand die Herrschaft Glauchau und deren Mittelpunkt, die Stadt gleichen Namens.
Mit Rücksicht auf die gestiegenen Wohn- und Repräsentationsbedürfnisse erfolgte von 1470 bis 1485 der Umbau der Burg in ein spätgotisches Wohnschloss. Die Vorhangbogenfenster im Ostflügel künden noch heute vom Reichtum spätgotischer Formen, dem Arnold von Westfalen mit dem Bau der Albrechtsburg in Meißen erstmals architektonische Gestalt verlieh.
Ernst II. von Schönburg (1488 - 1534) ließ von 1527 bis 1534, bedingt durch die gestiegene Hofhaltung, das Schloss Hinterglauchau im Stil der Frührenaissance umbauen und vom Baumeister Andreas Günther das Schloss Forderglauchau errichten. Es entstand eine annähernd regelmäßige Dreiflügelanlage mit den für die Frührenaissance typischen Zwerchhäusern im Dachbereich. Im 18. und 19. Jahrhundert erfolgten weitere bauliche Veränderungen. Trotzdem herrschen die klaren Formen der Frührenaissance vor.
Das Schloss Forderglauchau gilt als der früheste Profanbau der Renaissance in Mitteldeutschland.

Heute beherbert das Schloss Hinterglauchau Museum und Kunstsammlung der Stadt Glauchau. Im Schloss Forderglauchau findet man die Stadt- und Kreisbibliothek "Georgius Agricola", die Galerie "art gluchowe", einen Konzertsaal und die Musikschule des Landkreises Chemnitzer Land.

Die Glauchauer Schlösser entwickeln sich zunehmend zu einem Zentrum anspruchsvoller Kulturevents.

Seit 2015 ist das Museum und die Kunstsammlung des Schlosses Hinterglauchau auch Mitglied im Schlösserland Sachsen.