Carolapark

Der Carolapark erstreckt sich zwischen der heutigen Schlachthofstraße, Lungwitzerstraße, Talstraße und der Dietrich-Bonhoeffer-Straße durch das Tiergehege bis hin zum Park am Bismarckturm. Bereits um 1825 war in diesem Areal eine städtische Obstplantage angelegt worden. Durch die Anordnung der Bäume und Wege wirkte die Plantage schmückend wie ein Park. Für die Stadtgemeinde hatte die große Obstplantage wirtschaftliche Bedeutung. 1884 wurde ein gesunder Bestand von 50 Kirschbäumen und rund 460 Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäumen festgestellt. Besonde Bedeutung erlangte die Plantage im Ersten Weltkrieg durch die Ernte und den Verkauf des Obstes durch die Stadtgemeinde. In den 1920er Jahren kam es immer mehr zum Verlust des Baumbestandes durch Kälte, mutwillige Einschnitte und Verwüstungen.

Der Name Carolapark kam erstmalig 1899 zur Ehrung von Königin Carola auf, als man die neuen Anlagen im großen Lehngrund plante. Um die Jahrhundertwende wurden bereits erste Ideen für die Umgestaltung des Grundes in einen Park entwickelt. Mit der Planung dieses großen Parkareals war der Name des Gartenbauinspektors Alfred Walter Hoppert verbunden. Der Mittelabschnitt des Parks wurde von 1930 bis 1932 wesentlich ausgebaut und sollte einen waldparkähnlichen Charakter erhalten. Die Obstbäume wurden daher durch Laub- und Nadelbäume ersetzt. Trauerweiden wurden am Ufer des größeren Teiches gepflanzt. Später folgten einige neue Freiflächen im Grund oberhalb des Teiches und die Anlage eines Spielplatzes auf einer abgedeckten Deponie. Dieser musste später aufgrund von anzunehmender Kontaminierung geschlossen und auf der anderen Seite der Talstraße wiederaufgebaut werden. Auch die Umgebung um den „Riedels Teich“ mit dem Tiergehege wurde mit geplanten städtischen Maßnahmen verbessert und vergrößert. Am Rande des Parks befinden sich mehrere Objekte, die in ihrer Art und Beschaffenheit dem Park zuzuordnen sind, u. a. das 1925 eingeweihte Sommerbad, der 1923 geschaffene Corso-Platz und die Finnland-Sauna.