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Aktuelles


WC am Schillerpark – umfangreiche Sanierungsmaßnahmen fertiggestellt

Die umfangreichen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen vom ehemaligen Kiosk zur öffentlichen Toilettenanlage des denkmalgeschützten, 1926 erbauten Gebäudes am Schillerpark sind realisiert.
Von der anfänglichen Idee und Diskussion bis zum jetzigen fertiggestellten WC-Gebäude mit zusätzlichen Lagerräumen galt es, einige Hürden zu überwinden.
Bereits im Jahr 2007 gab es erste Gedanken, das Objekt erneut als Kiosk und als WC-Anlage zu betreiben. Jedoch konnten diese Überlegungen noch nicht konkretisiert werden.

Unter Einsatz von Fördermitteln aus dem Programm „Städtebauliche Erneuerung“ wurde 2010 als Sicherungsmaßnahme das Dach instandgesetzt. Damit ging die Stadt Glauchau gleichzeitig die Verpflichtung ein, zukünftig das gesamte Gebäude zu sanieren. Die Aufnahme des Objektes in das Fördergebiet Städtebaulicher Denkmalschutz (SDP) „Stadtkern und Lange Vorstadt“ im Jahr 2016 erhöhte die Chancen für deren Umsetzung.
Am 08.12.2016 erhielt die Stadt Glauchau außerdem einen Zuwendungsbescheid im Rahmen des Förderprogramms VwV Invest „Brücken in die Zukunft“ für die Errichtung einer barrierefreien öffentlichen Toilette.

Im April 2017 kam eine Studie zur Errichtung einer WC-Anlage im Stadtzentrum als Entscheidungshilfe bei der Variantenfindung zum Tragen. Zwei Monate später entschied der Stadtrat über eine Vorzugsvariante und der Baubeschluss konnte gefasst werden. Man verständigte sich auf eine Unisex-Toilette (für Männer und Frauen) und eine behindertengerechte Toilette.
Auf Basis dieser Entscheidungen bereitete die Verwaltung die Baumaßnahme weiter vor. Die Planung wurde konkretisiert, um alle notwendigen Genehmigungen einholen zu können. Im November 2017 erhielt die Stadt die Zustimmung der Unteren Denkmalschutzbehörde für die baulichen Veränderungen an dem denkmalgeschützten Gebäude mit entsprechenden Auflagen. Einen Monat später wurde die Baugenehmigung erteilt. Weiterhin war die förderrechtliche Zustimmung der Sächsischen Aufbaubank für den Einsatz der Städtebaufördermittel aus dem SDP-Programm erforderlich.

Im Dezember 2017 wurden alle sieben Lose ausgeschrieben. Aufgrund der Marktlage und der damit verbundenen Auslastung der Baufirmen waren nach Vorlage aller Leistungsangebote zusätzliche Mittel zur Sicherung der Finanzierung notwendig. Der entsprechende Beschluss über 70.000 € fand jedoch im Stadtrat keine Zustimmung und wurde abgelehnt. Daraufhin sind im April 2018 alle Vergabeverfahren und Beschlüsse aufgehoben worden.
Nach intensiven Beratungen in den Fraktionen stimmte der Stadtrat im September 2018 dem Mehrbedarf letztlich doch zu, so dass eine erneute Ausschreibung erfolgen konnte.

Anfang April 2019 begannen die ersten Bauarbeiten. Die sieben Lose beinhalteten u. a. die komplette Neuverlegung der Abwasser- und Wasserleitungen sowie der Elektroleitungen. Neue Türen und Fenster sind installiert worden, Fußboden und Fliesen konnten erneuert werden. Wo es möglich war, erhielt man den historischen Putz der Wände, wo nicht, wurden fast 500 qm Wand neu verputzt. Der vordere Teil des Gebäudes erlangte eine komplette Sanitärausstattung für die öffentliche WC-Anlage.

Während der Sanierungsmaßnahmen kam eine unvorhersehbare, schwere Schädigung der Holzkonstruktion im Dach- und Deckenbereich zutage. Mehrere Deckenbalkenköpfe und die Mauerkrone waren massiv von holzzerstörenden Pilzen befallen. Unerwartete Mehrkosten in Höhe von 60.000 € waren zur Sanierung des Dachbereiches notwendig.

Kaum neigten sich die Bauarbeiten dem Ende zu, musste die Stadt sich mit Graffiti-Schmierereien an der neuen Fassade herumschlagen. Die Stadtverwaltung stellte Strafanzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle und wendete nochmals etwa 5.000 € für einen zusätzlichen Graffitischutz sowie für die Beseitigung des Graffitis auf.

Insgesamt kostete die Baumaßnahme mit allen kalkulierten und unvorhersehbaren Aufwendungen rund 310.000 €. Aufgrund des hohen Fördersatzes (SDP: 80% und VwV Invest: 75%) konnte die Stadt Glauchau diese Investition stemmen und damit ein baugeschichtlich wertvolles Gebäude erhalten sowie einer sinnvollen Nutzung zuführen. Trotz aller Widrigkeiten sind mittlerweile alle Arbeiten am und im Gebäude fertiggestellt, so dass das Gebäude für Passanten zur Benutzung freigegeben ist. Als letztes Gewerk fehlt schließlich nur noch hinter dem Gebäude ein Geländer, welches durch eine neue Böschungssicherung erforderlich wurde. Eine Beauftragung ist erfolgt. Die Lieferung und Montage wird jedoch noch einige wenige Zeit in Anspruch nehmen. Ein Baustellenzaun sichert vorübergehend die betroffenen Stellen ab.

Insgesamt ist die Sanierung des Gebäudes eine Annehmlichkeit, die für alle Passanten eine Bereicherung darstellt.
Das WC ist in der Zeit von 06:00 – 22:00 Uhr öffentlich zugänglich. Eine Nutzungsgebühr von 0,50 € wird bei Eintritt in die Unisex-Toilette fällig. Das behindertengerechte WC kann mit dem Euro-WC-Schlüssel genutzt werden.



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