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Aktuelles


Volkstrauertag soll auch Hoffnung auf Menschlichkeit und dauerhaften Frieden schenken

Der November trägt im Volksmund den Beinamen „Totenmonat“, denn in diesen Wochen liegen die offiziellen Tage für Trauer und Tod: am Monatsanfang Allerheiligen und Allerseelen - die katholischen Gedenktage - am Monatsende der Totensonntag der evangelischen Kirchen und darin eingebettet der Volkstrauertag, an dem wir uns an die Kriegstoten und die Opfer von Gewaltherrschaft erinnern.
Am Sonntag, dem 18. November 2018, ist dem deutschlandweit gedacht worden. In Glauchau wurde mit einer öffentlichen Gedenkfeier am Ehrenhain des Friedhofes an der Lichtensteiner Straße an die Toten erinnert.

Oberbürgermeister Dr. Peter Dresler, Vertreter zweier Fraktionen des Stadtrates und der Einladung gefolgte Bürgerinnen und Bürger nahmen teil. Das Brauchtum begleitend, gestalteten auch die beiden Pfarrer Dr. Waldemar Styra von der Römisch-katholischen Kirchgemeinde und Matthias Große von der Evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Glauchau die Veranstaltung durch ihre Worte mit.
Pfarrer Dr. Waldemar Styra erinnerte an den Dreißigjährigen Krieg von 1618-1648, der vor 400 Jahren begann, und der 1. Weltkrieg von 1914-1918, der vor 100 Jahren endete. Beide Kriege entfesselten eine Gewaltgeschichte. „Sie bewirkten unermessliches Leid – Hunger, Flucht, Epidemien, Tod und Trauer in allen Fronten und Seelen der beteiligten Nationen“, machte er deutlich. „Denn jede Mutter betrauert ihr totes Kind mit der gleichen Intensität.“
Und dennoch scheint es, als hätten die Menschen auf der Welt nichts aus der Vergangenheit gelernt: Die Konflikte in der heutigen Welt gefährden den dauerhaften und ersehnten Frieden. Pfarrer Styra: „Die Friedensaufgabe ist nah und dringlich. (…) Ein dauerhafter Frieden braucht Offenheit, Beharrlichkeit und Vertrauen.“

„100 Jahre und sieben Tage nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und 73 Jahre und 77 Tage nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs werden die Zeitzeugen immer weniger“, ergriff anschließend der Oberbürgermeister das Wort. „Dadurch schweigen Stimmen, die noch selbst über die Gräuel und Grausamkeiten des Krieges berichten konnten und so aktiv und mit Leidenschaft dafür standen, dass es in Deutschland und weltweit keine Alternative zu Frieden gibt und geben darf.“ Lebensberichte von Eltern oder Großeltern seien als Wissensvermittlung aus persönlicher Erfahrung für junge Menschen verschwunden. „Deshalb müssen wir versuchen“, so Dr. Peter Dresler weiter, „auch Jugendliche und junge Erwachsene an das Gedenken und die Gründe für das Gedenken heranzuführen.“ Vergangenheit wiederhole sich nicht, aber menschliche Verhaltensweisen – im Guten wie im Bösen.

Es gelte daher, alle Hoffnung darauf zu setzen, dass die Erinnerung an das Leid des Krieges nicht in Rache mündet, sondern immer mehr Menschen und Nationen den Ausweg in einem friedlichen Zusammenleben der Völker suchen.


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