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Aktuelles


Neujahrsempfang in der Sachsenlandhalle Glauchau

Traditionell hatte der Oberbürgermeister der Stadt Glauchau am ersten Freitag des neuen Jahres zum Neujahrsempfang eingeladen. Etwa 300 Gäste, unter ihnen auch Landtagsmitglied Horst Wehner (DIE LINKE), der Landrat des Landkreises Zwickau, Bürgermeister benachbarter Städte und Gemeinden, Stadt- und Ortschaftsräte, Vertreter aus Wirtschaft, der Banken, Vereine und Bildungseinrichtungen sowie Religionsgemeinschaften, kamen in diesem Jahr in die Glauchauer Sachsenlandhalle.

Ein Neujahrsempfang soll Gelegenheit sein, noch einmal die Ergebnisse des zurückliegenden Jahres Revue passieren zu lassen und einen Ausblick auf die neuen Aufgaben und Ereignisse des Jahres 2011 zu geben. Oberbürgermeister Dr. Peter Dresler begann seine Rede mit einem Zitat des Kommunikationswissenschaftlers Paul Watzlawick aus dessen Werk „Anleitung zum Unglücklichsein“, in dem es heißt „Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst“. Mit Blick auf die wachsende, teils auch skurrile Erwartungshaltung der Bürgerschaft gegenüber der Kommune räumte er ein, nicht alle Fragen und Anforderungen lösen zu können, machte aber bewusst: „Wir kommen mit allen Problemen recht gut durch die Krise. Bei all dem Schlechten geht es uns gar nicht so schlecht.“ Dies sei auch dem Konjunkturpaket II zu verdanken. 2009 und 2010 wurde in großem Umfang in Baumaßnahmen investiert. Im Fokus standen dabei zuerst Investitionen in die Zukunft, wie die Sanierung des Gymnasiums, der Schule Am Rosarium, die Realisierung des Turnhallenneubaus in Niederlungwitz oder die Schaffung des Kunstrasenplatzes am Sportpark an der Meeraner Straße. Aber auch die beiden maroden Schlossbrücken konnten für 120.000 EUR repariert werden. „14,0 Mio. EUR Investition 2009 und 2010 klingt viel, ist aber nicht mehr als der Eigenanteil der Stadt Leipzig für die Großbaumaßnahme City-Tunnel“, so der Oberbürgermeister.
Er sah den ländlichen Raum als „bestens strukturiert“ und mit exzellentem Flächenangebot, einer geringen Kriminalitäts- und Gewaltrate und mit einer unersetzbaren kommunalpolitischen Nähe. „Wir bieten Familien eine Heimat und es kann nicht von Interesse sein, dass wir die Entwicklung unserer Menschen in Richtung Leipzig sehen. Insofern ist es uns wichtig, dass die Landesdirektion in Chemnitz bleibt und nicht nach Leipzig geht“, machte er deutlich.
Dr. Dresler sprach für „seine“ lebens- und liebenswerte Region, für eine schützenswerte Region und dankte jenen, die dafür mit Engagement eintreten.

Als Gastredner trat in diesem Jahr Dr. Günther Bormann, der mit der Konstituierung der ersten frei gewählten Stadtverordneten 1990 Präsident der Glauchauer Stadtverordnetenversammlung wurde und von 1990 – 2004 Stadtrat war, ans Pult. Er ließ noch einmal die Zeit des turbulenten Anfangs, der ersten vier Jahre des demokratisch gewählten Stadtrates, Revue passieren und schenkte seine Erinnerungen einem Komplex der zweiten Legislaturperiode, dem „Naturschutzgebiet Am Rümpfwald“. Er sprach vom ersten kommunalpolitischen Programm von CDU, DSU, SPD und Neuem Forum, das drei Wochen nach der konstituierenden Sitzung geschmiedet wurde und Richtschnur für künftiges Handeln sein sollte – heute aus seiner Sicht eine „Mischung von Wunschvorstellungen, weit über die Möglichkeiten der Stadtverordnetenversammlung hinausreichend, und klaren Arbeitszielen für die Stadt“. Zwei Beispiele realer Forderungen aus dem Programm waren der Erhalt und der Ausbau der Schlösser Forder- und Hinterglauchau und die Schaffung eines Industrie- und Gewerbegebietes. Andere Ziele von damals seien noch Ziele von heute, wie die umfassende Rekonstruktion des Straßennetzes oder der Ausbau der Radwege. Viel zu entscheiden gab es, wichtige Weichenstellungen für die Stadtentwicklung wurden vorgenommen. In den seit 26. Mai 1990 beleuchteten vier Jahren Stadtverordnetentätigkeit gab es 65 außerordentliche, nichtöffentliche oder Klausursitzungen und 71 Tage Versammlungen im Rathaus, da mancher Tage zwei Sitzungen stattfanden.
Nach seinen Ausführungen zu dem einst kontrovers geführten Ringen um die Ausweisung des Naturschutzgebietes Am Rümpfwald gab Dr. Bormann sein Fazit: „Wenn es Verwaltung und Stadtrat gelingt, Bürger für bestimmte Aufgabengebiete zu begeistern (…), kann das zu den schönsten Erlebnissen in der Stadtratsarbeit werden.“

Im Anschluss erfolgte die Verleihung der Ehrenmedaillen der Großen Kreisstadt Glauchau
durch den Oberbürgermeister. Einstimmig hatte sich der Stadtrat in seiner Sitzung am 16.12.2010 dazu bekannt.
Geehrt wurde Stadtrat Klaus Klötzner (CDU). Er ist seit 1990 im Stadtrat und war selbst einige Jahre Vorsitzender seiner Fraktion. In seiner Partei bekleidet er wichtige Funktionen. So war er Vorsitzender des Stadtverbandes und ist seit 1993 Mitglied im Landesvorstand der Mittelstandsvereinigung der CDU Sachsen. „Als hiesiger Unternehmer setzt er sich verantwortungsvoll für die Entwicklung seines Heimatortes ein“, so Dr. Dresler. Klaus Klötzner ist Aufsichtsratsmitglied der Glauchau Holding GmbH, Mitglied im Technischen- und Umweltausschuss der Stadt Glauchau, Vorsitzender des Automobil- und Motorradclubs „Sachsenring“, Vorstandsmitglied des ADAC Sachsen, Kreisvorsitzender der MIT sowie Mitglied im Tourismusverein Zwickau.

Eine weitere Ehrenmedaille erhielt Marina Salzwedel (DIE LINKE). Dr. Dresler würdigte ihre herausragende ehrenamtliche Tätigkeit im Stadtrat. Sie nahm „mit hohem fachlichen Engagement und persönlichem Einsatz ihre Aufgaben im Stadtrat wahr“, so Dr. Dresler. Ihre Arbeitsschwerpunkte lagen im Erhalt sozialer Einrichtungen, die Überleitung in neue Trägerschaften, dem Neuaufbau der Kinder- und Jugendarbeit und sie war Ansprechpartnerin für viele Bürgerinnen und Bürger. Bis 1999 war sie Fraktionsvorsitzende und danach finanzpolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Als Stadträtin war Marina Salzwedel vor allem im Verwaltungsausschuss, in mehreren Arbeitsgruppen und im Aufsichtsrat der Sächsischen Altenheim Glauchau gGmbH tätig. Sie legte mit Wirkung zum 31. Dezember 2010 ihr Mandat nach 20 Jahren aus wichtigem Grund nieder.

Ebenfalls seit 20 Jahren ist Helga Scheurer für die Stadt Glauchau tätig. Zunächst als Stadträtin, später als Fraktionsvorsitzende der SPD und Ortschaftsrätin in Gesau, sowie bis 1999 als Schulleiterin des Georgius-Agricola-Gymnasiums in Glauchau hat sie „durch ihren Einsatz der Entwicklung der Stadt Glauchau erste wichtige Impulse gegeben“, so der Oberbürgermeister. Die Bewerbung Glauchaus für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2018 und die Bewältigung der Folgen des demografischen Wandels in Glauchau seien besonders zu betonen. Ihr Ziel ist es, älteren Mitbürgern zu ermöglichen, lange selbstbestimmt zu wohnen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Helga Scheurer arbeitet deshalb in der AG NAIS (Neues Altern in der Stadt) - eine Initiative der Bertelsmannstiftung - mit und ist Vertreterin des Stadtrates im Seniorenbeirat. Sie engagierte sich in der Arbeitsgruppe „Ab in die Mitte“, die sich für die Belebung der Innenstadt von Glauchau einsetzt und ist seit 2008 Mitglied im Kreistag Zwickau.

Die vierte Ehrenmedaille an diesem Abend erhielt Michael Stäudtner. Seit 1979 ist er Mitglied der CDU und seit 1986 durchgängig im Stadtrat der Großen Kreisstadt Glauchau. In der Laudatio wurden sein längjähriges Engagement im Ortschaftsrat Jerisau/Lipprandis und sein aktives Mitwirken in der Ortswehr Jerisau/Lipprandis gewürdigt. Als Gründungsmitglied und 2. Vorsitzender des Bürger- und Heimatvereins Jerisau/Lipprandis und sein Mitwirken im Technischen- und Umweltausschuss der Stadt Glauchau wurden ebenso hervorgehoben, wie sein großer persönlicher Einsatz für die Belange der Stadt Glauchau. Er hat „herausragendes bürgerschaftliches Engagement bewiesen und wesentlich zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung beigetragen“, so Dr. Dresler.

Für die musikalische Gestaltung des Neujahrsempfangs 2011 gilt dem Ensemble Amadeus unter Leitung von Normann Kästner ein herzliches Dankeschön und auch Frau Werner sei für die Zusammenarbeit im Rahmen der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung in der Sachsenlandhalle Glauchau nochmals gedankt.


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