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Die Geschichte des Stadttheaters Glauchau

 

Über die frühe Geschichte gibt es sehr wenige Aufzeichnungen. Bekannt ist, dass ab 1670 regelmäßig komödiantische Wandergruppen in Glauchau gastierten, die unter freiem Himmel auftraten.
Ab 1830 wurde im „Kleindienstschen Saal“ gespielt, der den Namen "Theaterlokal" erhielt und sich auf dem Grund und Boden der heutigen Theatergaststätte befand. 1841 gründete sich ein Theaterverein mit eigenem Chor. In den folgenden Jahren entwickelte sich ein reger Spielbetrieb mit Schauspiel, Oper und Operette. Den musikalischen Part übernahm die inzwischen gegründete Stadtkapelle.
Bis 1919 änderte sich am baulichen Zustand nicht viel, so dass man auch im Bezug auf die gestiegenen Ansprüche der Besucher zu dem Schluss kam, das Raumangebot, Bühneneinrichtung und Ausstattung vollkommen unzureichend sind. Daraufhin wurde das Theaterlokal von 1920 bis 1922 mit einem großen finanziellen Kraftakt und nicht ohne kontroverse Diskussionen zum Stadt-

Theater mit alter Bestuhlung
Theater mit alter Bestuhlung

theater im Stil des Art Deco umgebaut. Am 30. Januar 1922 wurde das Stadttheater unter dem Beifall der Glauchauer wieder-

Umbau Roter Salon 2011
Umbau des Roten Salons 2011

eröffnet. Seine große Zeit erlebte der Glauchauer Musentempel von 1945 bis 1954 mit der Gründung des stadteigenen Theaterensembles, aus dem Schauspieler wie Werner Wanschura, Irmgard Pippig und Peter Herden hervorgegangen sind. In diesen Jahren kam es zu einem regen Theaterbetrieb in Glauchau und Gastspielen in der näheren und weiteren Umgebung mit ständig wechselnder Zusammensetzung. In den 50er und 60er Jahren erfolgten mehrere Um- und Ausbauten, wie der Einbau einer Bodenschräge mit festem Gestühl im Zuschauerraum. Im Stil dieser Zeit wurde aber leider auch ein Teil der Stuckarbeiten entfernt. Ab 1969 wurde das Stadttheater zum Kreiskulturhaus, ein Haus der Förderung des kulturellen Lebens der Werktätigen in Stadt und Land. Es bildeten sich der Glauchauer Carnevalsclub, der Kulturbeirat und viele Zirkel. Ab 1990, also nach der Wende, wurde das Haus wieder zum Stadttheater umbenannt und bietet als Begegnungsstätte mit Künstlern und Ensembles aus aller Welt ein reichhaltiges Angebot.

Cover Geschichte & Geschichten hinterm roten Vorhang








Mehr Informationen über Geschichte, Hintergründe sowie Bilder und vieles mehr finden Sie im Buch „Geschichte und Geschichten hinterm roten Vorhang“ (erhältlich im Stadttheater).