Allgemeine Informationen zum Zensus 2022

Stadt Glauchau ist eine von 48 örtlichen Erhebungsstellen in Sachsen
 
2022 findet in Deutschland der Zensus – auch bekannt als Volkszählung – statt. Hierbei wird ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. In Vorbereitung auf den Zensus 2022 wurde zum 01.01.2022 in der Stadt Glauchau eine von 48 örtlichen Erhebungsstellen des Freistaates Sachsen eingerichtet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der örtlichen Erhebungsstelle werden das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen beim Zensus 2022 im Rahmen der Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis und der Befragung an Anschriften mit Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften vor Ort unterstützen. Die Erhebungsstellen kümmern sich dabei eigenverantwortlich um die Anwerbung, Betreuung, Schulung und Koordination der Interviewerinnen und Interviewer, den sogenannten Erhebungsbeauftragten. Des Weiteren sind die örtlichen Erhebungsstellen auch Anlaufpunkt für Einwohnerinnen und Einwohner im Erhebungsbereich, um eventuelle Fragen zum Zensus 2022 zu klären.
 
Stichtag für den Zensus ist der 15. Mai 2022.
 
Kontakt zur Erhebungsstelle:
 
Örtliche Erhebungsstelle Stadt Glauchau
Hoffnung 81-83
Telefon: 03763/400 02 01
E-Mail:
 
Warum gibt es den Zensus?
 
Der Zensus liefert verlässliche Bevölkerungszahlen für die Gemeinden, die Bundesländer und für Deutschland insgesamt. Neben ergänzenden Daten zur Demografie, wie zum Beispiel Alter, Geschlecht oder Staatsbürgerschaft, werden auch allgemeine Angaben zur Wohn- und Wohnraumsituation in Deutschland erfasst. Solche Informationen sind ausgesprochen wichtig, da sie helfen, Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu treffen. So dient die amtliche Einwohnerzahl unter anderem als Bemessungsgrundlage für diverse politisch-administrative Entscheidungen, wie den Länderfinanzausgleich, die Verteilung von EU-Fördergeldern, die Einteilung der Wahlkreise, kommunale Planungen, die Sitzverteilung im Bundesrat. Soziodemografische Merkmale werden u. a. als Planungsgrößen für vielfältige politisch-administrative Entscheidungen genutzt. Dazu gehören u. a. Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Infrastruktur oder Bedarfsplanungen von Schulen oder Studienplätzen. Das Wissen über die Wohn- und Wohnungssituation aus dem Zensus bildet außerdem eine wichtige Grundlage für wohnungspolitische Entscheidungen und Maßnahmen in der „geordneten städtebaulichen Entwicklung“ sowie der Raumplanung. Die Europäische Union verpflichtet ihre Mitgliedstaaten, alle zehn Jahre einen Zensus durchzuführen. In Deutschland bildet das Zensusgesetz den rechtlichen Rahmen für die Durchführung des Zensus 2022. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der für 2021 vorgesehene Zensus in Deutschland um ein Jahr verschoben.
 
Die Haushaltsbefragung
 
Ein zentrales Ziel des Zensus ist die Feststellung der amtlichen Bevölkerungszahlen zum Zensusstichtag am 15. Mai 2022. Anders als bei einer traditionellen Volkszählung, bei der alle Bürgerinnen und Bürger direkt befragt werden, greifen die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder dafür zunächst auf Daten aus den amtlichen Melderegistern zurück. Um die Qualität der Datenbasis zu verbessern, wird in einer Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis ein Teil der Bevölkerung zusätzlich direkt befragt. Mit der Haushaltsstichprobe werden weitere Merkmale erhoben, die nicht oder nicht hinreichend verlässlich in den Melderegistern enthalten sind. In einem kurzen persönlichen Interview werden zufällig ausgewählte Haushalte zu allgemeinen Themenbereichen ihrer Lebenssituation befragt. Hierunter fallen beispielsweise Angaben zur Haushaltsgröße, zum Namen, Geschlecht und Familienstand sowie zur Staatsangehörigkeit. Diese Strukturdaten über die Bevölkerung dienen als Grundlage für politische Entscheidungen von Bund, Ländern und Gemeinden auf den Gebieten Bevölkerung, Wirtschaft, Soziales, Wohnungswesen, Raumordnung, Verkehr, Umwelt und Arbeitsmarkt.
 
Die Gebäude- und Wohnungszählung
 
In Deutschland gibt es kein einheitliches Verwaltungsregister, das den Bestand an Wohnungen und Gebäuden flächendeckend erfasst. Als Bestandteil des Zensus 2022 werden mit der Gebäude- und Wohnungszählung auch alle privaten Eigentümer von Wohnungen oder Gebäuden mit Wohnraum sowie gewerblich tätige Mehrfacheigentümer und Verwalter befragt. Ziel der Erhebung ist die flächendeckende und vollzählige Erfassung aller am Erhebungsstichtag bestehenden Gebäude mit Wohnraum, bewohnten Unterkünften sowie der darin befindlichen Wohnungen. Die Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für wohnungspolitische Entscheidungen und Maßnahmen in der Raumplanung.
 
Wo finden Sie weitere Informationen?
 
Weitere Informationen zum Zensus finden Sie auf www.zensus2022.de oder unter www.zensus.sachsen.de.