
Liebe Bürgerinnen und Bürger, sehr geehrte Gäste unserer Stadt,
das Jahr 2012 hat bereits Einzug gehalten. Unsere Stadt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner haben im Jahr 2011 viel Gutes und auch weniger Gutes erlebt. Es gab manchmal Anlass für Sorge, aber auch viele schöne Momente.
Im vergangenen Jahr konnten wir durch die gute Zusammenarbeit im Stadtrat einige Dinge bewegen. Die konjunkturelle Entwicklung hat sich gebessert, der Aufschwung hat sich vielfach positiv auf die Auftragsbücher von Firmen und Betrieben ausgewirkt, was sich auch in den gesunkenen Arbeitslosenzahlen der Region bemerkbar machte.
Glauchau hat viel in die Bereiche Bildung und Infrastruktur investiert und mit Hilfe von Fördermitteln des Landes, des Bundes oder der EU konnten einige wichtige Maßnahmen realisiert werden. Projekte, wie die Beendigung der Maßnahme "Neubau, Umbau und Sanierung des Glauchauer Georgius-Agricola-Gymnasiums", Freigabe der sanierten Scherbergbrücke im 1. Bauabschnitt oder die Übergabe der neu errichteten Ein-Feld-Sporthalle in Niederlungwitz seien hier beispielhaft genannt.
Angesichts der nach wie vor schwierigen Haushaltslage der öffentlichen Kassen müssen wir uns in den kommenden Jahren jedoch sehr gut überlegen, welche von den notwendigen und den vielen wünschenswerten Vorhaben wir uns leisten wollen und vor allem noch leisten können.
Gleichwohl, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, werden der Stadtrat und die Stadtverwaltung auch im Jahr 2012 der Entwicklung unserer Kommune einen weiteren Schub nach vorn geben. Auf unserer Agenda stehen beispielsweise Maßnahmen, um die Bedingungen für die Kinderbetreuung und die Bildung zu verbessern. So wurden für die Grundschule in Niederlungwitz, die Grundschule "Am Rosarium" und für den Hort "Am Rosarium" aus dem städtischen Haushalt Investitionszuschüsse von zusammen 1,25 Mio. Euro beschlossen. Aber auch Maßnahmen im Bereich der Infrastruktur werden 2012 zum Tragen kommen.
Wir sind eine Stadt, in der es sich zu leben und zu arbeiten lohnt, auch wenn der eine oder andere das vielleicht nicht so sehen mag.
Wir besinnen uns auf unsere Stärken und auf unsere Identität. Wir wollen gemeinsam realistische Ziele formulieren und Vorhaben zur Umsetzung bringen, auch wenn es in diesem Zusammenhang notwendig sein wird, an einigen Stellen klar zu sagen, was leider nicht finanzierbar ist. Soviel Ehrlichkeit muss und kann Politik leisten.
Lassen Sie uns in dieser Zeit den Blick auf das richten, was im Leben wirklich zählt. Jeder hat da natürlich seine eigene Antwort, doch für viele Menschen zählt die Erfahrung. In Glauchau gibt es viele Menschen, die sich für die Gemeinschaft oder Mitmenschen einsetzen: Bürgerinnen und Bürger, die sich um Bedürftige kümmern oder unsere Vereine am Leben halten, Unternehmerinnen und Unternehmer, die ihrem Standort verbunden bleiben, Verantwortliche in Institutionen oder Einzelne, die Kultur- und Sportevents unterstützen. Es gibt bei uns viele Menschen, die sich nicht damit abfinden, wenn etwas nicht richtig läuft und schließlich selber aktiv werden. Sie tragen viel dazu bei, dass Glauchau eine lebenswerte Stadt ist und bleibt.
Daher möchte ich mich - auch im Namen des Stadtrates - bei allen, die sich in und für Glauchau engagieren, ganz herzlich für ihre Einsatzbereitschaft und ihre großartigen Leistungen bedanken.
Dr. Peter Dresler

