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Brauchtums- und Lagerfeuer - Verbrennen von Gartenabfällen

Brauchtumsfeuer und Verbrennen von Gartenabfällen - Das müssen Sie beachten!
 

Alljährlich am 30. April lodern auf dem Gebiet der Stadt Glauchau eine Vielzahl an Brauchtumsfeuern. Gleichzeitig vertreten viele Haus- und Gartenbesitzer die Auffassung, dass während des gesamten Monats April und im Oktober Gartenabfälle nach Lust und Laune verbrannt werden dürfen. Dem ist nicht so!
Wir weisen daher auf die Beantragung der erforderlichen Ausnahmegenehmigung von der Polizeiverordnung für die Brauchtumsfeuer am 30. April und auf das Verbrennen von Gartenabfällen hin.

Brauchtumsfeuer am 30. April
Prinzipiell ist es nicht gestattet, ein offenes Feuer zu betreiben, sofern es sich nicht um ein Grill- oder Kochfeuer handelt. Dies gilt auch für die Nutzung von sogenannten Feuerkörben. Bei den Brauchtumsfeuern aus Anlass des 30. April (Hexenfeuer, Walpurgisfeuer, etc.) lässt die Stadtverwaltung in äußerst großzügigem Rahmen Ausnahmen zu.

Brauchtumsfeuer sind Feuer, deren Zweck nicht darauf gerichtet ist, pflanzliche Abfälle durch schlichtes Verbrennen zu beseitigen. Brauchtumsfeuer dienen der Brauchtumspflege und sind dadurch gekennzeichnet, dass eine in der Ortsgemeinschaft verankerte Glaubensgemeinschaft, Organisation oder ein Verein das Feuer unter dem Gesichtspunkt der Brauchtumspflege ausrichtet und dieses im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung für jedermann zugänglich ist. Unter Beachtung der durch jedes Feuer einhergehenden Rauchentwicklung ist es nur erlaubt, trockene und unbehandelte Hölzer zu verbrennen. Gleiches gilt für sämtliche Feuer, die während des laufenden Jahres in Ausnahmen genehmigt werden.

Zur Beantragung von Brauchtums- und Lagerfeuern verwenden Sie entweder den nebenstehenden Vordruck und senden diesen formlos unter Berücksichtigung der im Vordruck genannten Daten schriftlich bis zum 24. April 2018 an die

Stadtverwaltung Glauchau
Fachbereich Bürgerservice, Schule, Jugend
Markt 1
08371 Glauchau

oder nutzen Sie die vollständige elektronische Beantragung von Brauchtums- und Lagerfeuern über die Internetseite der Stadt Glauchau. Den Link zur elektronischen Beantragung finden Sie unter www.glauchau.de im Bereich Rathaus > Bürgerservice > alle Lebenslagen > Brauchtums- und Lagerfeuer.


Verbrennen von Gartenabfällen
Das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen hingegen fällt in den Geltungsbereich der Pflanzenabfallverordnung und stellt kein Brauchtumsfeuer dar. In der Pflanzenabfallverordnung ist festgelegt, dass das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen auf nicht gewerblich genutzten Grundstücken eine Ausnahme darstellt und somit anderen Entsorgungsformen, wie Schreddern und Kompostieren der Vorzug zu geben ist. In den letzten Jahren gingen dazu vermehrt Beschwerden zu offenen Feuern bei der Stadt Glauchau ein. Diese hatten die Pflanzenabfallverordnung und den hierin geregelten Umgang mit der Verbrennung von Gartenabfällen sowie der damit verbundenen Rauchbelästigung zum Inhalt. Viele Garten- und Grundstücksbesitzer legten die in § 4 der Pflanzenabfallverordnung geregelten Ausnahmen als Möglichkeit aus, schnell und unkompliziert den angefallenen Grünschnitt, das gefallene Laub oder sonstige Gartenabfälle zu entsorgen. Die Verordnung besagt, dass in „Ausnahmefällen“ Gartenabfall verbrannt werden kann, wenn keine andere Möglichkeit besteht, die Pflanzenabfälle zu verbringen. Auch wird nach unserer bisherigen Erfahrung viel Holz und Laub verbrannt, welches weder abgelagert noch ausreichend trocken ist. Als Grundstücks- oder Gartenbesitzer sind Sie daher angehalten, Ihre Gartenabfälle zu verbringen oder selbst zu kompostieren. Des Weiteren besteht die Möglichkeit zur Beantragung einer braunen Tonne. Erst wenn alle diese Maßnahmen zu keiner Anwendung kommen konnten, ist es zulässig, ein Gartenfeuer unter weiteren Auflagen durchzuführen.

Die Stadt Glauchau wird zukünftig Beschwerden von Rauchbelästigung nachgehen und die Feuerstelle auf Zulässigkeit bzw. Verstöße prüfen. Bedenken Sie bitte, dass ein Abrennen von Gartenfällen entgegen den Vorschriften ein Bußgeld bis zu 1.000 Euro, in schweren Fällen sogar bis 50.000 Euro, nach sich ziehen kann.

Ferner gilt für beide Arten ein Abstand von 200 Metern zu Autobahnen und 100 Metern zu Bundes-, Landes-, und Kreisstraßen sowie Lagern mit brennbaren Flüssigkeiten oder mit Druckgasen sowie Betrieben, in denen explosionsgefährliche oder brennbare Stoffe hergestellt, verarbeitet oder gelagert werden.
Ebenfalls dürfen durch das Verbrennen keine Gefahren oder Belästigung für die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft entstehen, insbesondere durch Rauchentwicklung und Funkenflug. Zum Zünden und zur Unterstützung des Feuers dürfen keine Stoffe, vor allem häusliche Abfälle, Mineralölprodukte, beschichtete oder mit Schutzmittel behandelte Hölzer benutzt werden.