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Erhebung von Ausgleichsbeträgen

Abschluss der Sanierungsgebiete in Glauchau
 

Ein bedeutender Abschnitt der Stadtsanierung in Glauchau neigt sich dem Ende zu.
Mit Beschlüssen des Glauchauer Stadtrates wurden das Sanierungsgebiet „Stadtkern-Mittelstadt“ im Jahr 1992 und das Sanierungsgebiet „Unterstadt-Leipziger Platz“ 1994 in das Bund-Länder-Programm „Städtebauliche Erneuerung“ aufgenommen. Seither konnte eine große Anzahl von Baumaßnahmen umgesetzt werden.
Zur Erneuerung der städtischen Infrastruktur und der Aufwertung des Stadtbildes ist entscheidend beigetragen worden. Im Rahmen der städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen wurden in den beiden Sanierungsgebieten rund 23 Millionen Euro investiert. Dabei handelt es sich nur um den öffentlichen Zuschuss zu den Baumaßnahmen. Eigene Gelder der Bauherren sind zusätzlich einzurechnen.


Kreisverkehr Leipziger Platz
Häuserzeile vorher
Häuserzeile nachher

Mit den genannten Mitteln wurden bei-spielsweise private Häuser liebevoll modernisiert und instand gesetzt, Straßenräume saniert und gestaltet oder öffentliche Grünflächen neu geschaffen. Wichtige Erschließungsvorhaben waren unter anderem der Ausbau des Kreisver-kehrs am Leipziger Platz, die Neuge-staltung der Fußgängerzone Leipziger Straße oder die vollständige Erneuerung des Marktplatzes einschließlich der um-gebenden Straßen.

Die Sanierung der Georgenkirche und der dazugehörigen Gemeindegebäude, des Ratshofes und nicht zuletzt des „Pflegehotels Deutsches Haus“ haben maßgeblichen Anteil an der Erhaltung denkmalgeschützter, stadtbildprägender Gebäude im Stadtgebiet.
Eine Vielzahl von privaten Grund-stückseigentümern nutzte die Möglichkeit, ihre Häuser mit Hilfe von Fördermitteln zu sanieren oder marode Bausubstanzen abzubrechen.

Diese Zuwendungen aus dem Programm der Städtebauförderung trugen unmittelbar dazu bei, unsere Innenstadt lebenswerter und attraktiver zu machen.
Die Fördermittel wurden durch den Bund, den Freistaat Sachsen und die Stadt Glauchau finanziert.
Nunmehr sind die Sanierungsverfahren der Gebiete „Stadtkern-Mittelstadt“ zum 31.12.2016 und „Unterstadt-Leipziger Platz“ zum 31.12.2015 planmäßig zum Abschluss zu bringen. Damit verbunden ist die gesetzliche Verpflichtung zur Erhebung von Ausgleichsbeträgen.

St. Georgenkirche vorher
St. Georgenkirche nachher
Häuserzeile nach Sanierung


Was ist Ausgleichsbetrag und wer muss ihn bezahlen?

Ein Ausgleichsbetrag ist eine öffentliche Forderung, welche alle Eigentümer entrichten müssen, deren Grundbesitz sich innerhalb förmlich festgesetzter Sanierungsgebiete befindet und deren Flurstücke eine Wertsteigerung erfahren haben.

Die durch die Sanierungsmaßnahmen erreichten Verbesserungen innerhalb des Sanierungsgebietes drücken sich in der Regel in einer sanierungsbedingten Bodenwerterhöhung zwischen den so genannten Anfangswerten und Endwerten aus. Diese Bodenwerterhöhung bildet die Grundlage für die Berechnung des Ausgleichsbetrages.

Die Bodenwertdifferenz wurde durch Gutachten ermittelt. Die für jedes Gebiet erstellten Anfangs-und Endwertgutachten liegen der Stadt vor. In den Gutachten werden die Sanierungsgebiete nach wertstruktureller Betrachtung in jeweils acht Zonen untergliedert. Je nach Lage des betroffenen Grundstückes in einer der Zonen sind sanierungsbedingte Bodenwertsteigerungen im Sanierungsgebiet „Stadtkern-Mittelstadt“ von 3,00 €/m² bis 5,00 €/m² und im Sanierungsgebiet „Unterstadt-Leipziger Platz“ von 2,00 €/m² bis 3,50 €/m² ausgewiesen und der Ausgleichsbetragsermittlung zugrunde zu legen.

Dabei gilt folgender Grundsatz: Bodenwertsteigerung x Flurstücksfläche = Ausgleichsbetrag.

Über die Zuordnung Ihres Grundbesitzes in die jeweilige Zone des Sanierungsgebietes einschließlich der daraus resultierenden Bodenwertsteigerung können Sie sich anhand von Übersichtsplänen (siehe unten) informieren.

Grundsätzlich wird der Ausgleichsbetrag per Bescheid an den Grundstückseigentümer nach Aufhebung der Sanierungssatzung erhoben. Als Grundlage werden dann Einzelgutachten je Grundstück erstellt. Der Gesetzgeber hat jedoch die Möglichkeit einer freiwilligen Ablösung des Ausgleichsbetrages vor Erlass eines Zahlungsbescheids zugelassen. Im Sanierungsgebiet "Stadtkern-Mittelstadt" haben 72,5% und im Sanierungsgebiet "Unterstadt-Leipziger Platz" 64% der Eigentümer in den Jahren 2012 bis 2014 von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.

Für weitere Fragen zum Thema stehen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Glauchau, Bereich Stadtsanierung, Frau Wagner Tel.: 03763/65327 und Herr Opitz Tel.: 03763/65326 oder Herr Brendel vom beauftragten Sanierungsträger STEG GmbH Tel.: 03763/440035 zur Verfügung.