Die Restaurierungswerkstatt im Schloss Hinterglauchau wurde 1981 für die Betreuung der umfangreichen hauseigenen Graphik-, Archivalien-, Karten, Foto- und bibliophilen Sammlung eingerichtet.
Dem chronischen Platzmangel konnte mit dem 1991 erfolgten Umzug in den neugotischen Südflügel zunächst abgeholfen werden. Der zwischen 1864/65 errichtete Bau im englischen Tudorstil erfüllt dank seiner 60-80 cm starken Außenwände hervorragende klimatische Bedingungen. Außerdem brachte die klare Gebäudetrennung von Magazin, Büro und Öffentlichkeitsbereichen eine wesentliche Verbesserung der Sicherheits- und Brandschutzbedingungen.
Weitere Umbauten, wie die Schaffung eines zusätzlichen Grobschmutz-, Quarantäneraumes, fernab eines Konferenz- und Schulungsbereiches, sollen die bessere Anpassung an die jeweiligen Bedürfnisse abrunden. Die Werkstatt ist entsprechend den Anforderungen einer Einzelblattbehandlung eingerichtet. Dies bedeutet, daß die gesamte Restaurierung manuell erledigt wird. Sie umfasst alle Facetten der Trockenbehandlung, Naßbehandlung, Fehlstellenergänzung, wässrigen Entsäuerung, Retusche sowie die Anfertigung von Präsentations- und Aufbewahrungshilfen. Angestellt ist eine Diplom-Restauratorin, die für die restauratorische Praxis an Arbeiten aus Papier und Pergament, Ausstellungs- und Leihverkehr verantwortlich zeichnet.
Neben der eigenen sammlungsspezifischen Arbeit werden von anderen Museen, Institutionen und Privatpersonen Aufträge angenommen!
An Dienstleistungen finden sich außerdem:
Schadensbewertung und Erstellung entsprechender Gutachten für Versicherungen
Beratung von Verwaltungsstellen bei der Lagerung von Akten
Erschließung von Schrift- und Archivgut
Kurse zu Themen wie Erkennen und Klassifizierung von Schäden, Präventivmaßnahmen und Umgang mit Arbeiten auf Papier und Pergament, das Anlegen von Graphik-, Postkarten- und zeitgenössischer Dokumentensammlung werden in Zusammenarbeit mit der sächsischen Landesstelle für Museumswesen organisiert.

